biopfad 880 220

Der Bio-Pfad von reNatour bietet

  • reNatour organisiert von Fachexperten geleitete Führungen zu innovativen Bio-Bauernhöfen in der Zentralschweiz
  • reNatour vermittelt Informationen zu Ökologie, Tierhaltung und Landnutzung
  • Exkursionen können einzeln oder in Gruppen besucht werden.

Auf den Bio-Pfaden sollen die Teilnehmenden sachdienliche Informationen und Einblicke in die biologische Produktion erhalten. Durch das Aufzeigen der Zusammenhänge zwischen Biologie, Ökologie und Produktion soll ein Umdenken zu umweltverantwortlichem Verhalten ausgelöst und die Biobauern in ihrem Bestreben unterstützt werden.

Die Teilnehmenden sollen dabei für die hohe Qualität von Bio-Produkten sensibilisiert werden und lernen die Vorzüge gegenüber herkömmlichen Lebensmitteln kennen. Einzelne Betriebe verfügen ausserdem über spezielle Angebote, z.B. Stallbesichtigungen, Labyrinthe oder Biotope, die im Rahmen der Exkursion besucht werden können.

Ihr Plus+ bei reNatour

  • Wir zeigen Ihnen konkrete Beispiele einer nachhaltigen Ressourcennutzung und Bewirtschaftung – in Abstimmung auf Ihr Vorwissen.
  • Auch mehrtägige Touren mit Übernachtung auf den Höfen (bed and breakfast) sind möglich.
  • Sie erhalten weiterführende Informationen zu den einzelnen Exkursionselementen, um das Thema nach Wunsch weiter vertiefen zu können.
  • Wir bringen Sie mit Initianten, Gestaltern oder Eigner zusammen, um Ihnen kompetente Ansprechpartner zu bieten.
  • Exkursionen können auch gemäss Ihren Wünschen zusammengestellt werden.

Gelangen Sie hier zur unverbindlichen Offertenanfrage.

Warum wir dafür einstehen

Massentierhaltung, Überproduktion, verdichtete Böden, überdüngte Gewässer - das sind die Resultate unserer jahrzehntelangen, verfehlten Landwirtschaftspolitik.

Der Trend der Industrialisierung, mit immer grösseren, leistungsfähigeren Maschinen und immer mehr Grossvieh-Einheiten führt aber in die Sackgasse. Einerseits können landwirtschaftliche Nutzflächen die Bodenbelastung durch intensive Verwendung von Düngern und den Einsatz schwerer Maschinen dauerhaft nicht verkraften, andererseits entstehen dadurch unerwünschte Überproduktionen von Milch und Fleisch. Hochleistungskühe liefern zwar mehr Milch, sind aber besonders anfällig auf Krankheiten. Mit ihrem übermässigen Gewicht verursachen sie auf dem Land Trittschäden und begünstigen die Erosion. Ausserdem hat die Massentierhaltung Qualitätseinbussen und Krankheiten zur Folge, welche medikamentös behandelt werden müssen. Durch Unmengen anfallender Jauche werden Bäche und Seen verunreinigt, Fische sterben, und Seen müssen wegen der Überdüngung aufwändig belüftet werden. Die Situation der Landwirtschaft muss neu aufgegleist werden. Es braucht eine andere, innovative Landwirtschaftspolitik.

Einige fortschrittliche Bauern sind praxisorientierte Vordenker und haben die alarmierenden Zeichen der Zeit erkannt. Sie fordern deshalb zum radikalen Umdenken auf („Zurück zur Natur"), erhalten aber noch wenig Gehör. Im Rahmen des biologischen Anbaus werden auf gentechnisch veränderte Produkte und chemisch hergestellte Pflanzenschutzmittel und Dünger verzichtet. Die tiergerechten und schadstofffreien Produkte entlasten dabei die Umwelt. Was der Bauer mit der Natur erschaffen hat, wird nach biologischen Richtlinien sorgfältig weiterverarbeitet. „Wie die Arbeit, so die Verarbeitung", ist dabei das Leitmotiv. Von der hohen Qualität profitiert der Konsument.

Noch sind solch zukunftsorientierte, ökologisch nachhaltig ausgerichtete und innovative Betriebe in der Minderheit. Ein Wandel und Umdenken in der Landwirtschaft ist notwendig. Neben nachhaltiger biologischer Produktion auf ökologischer Basis, muss Massentierhaltung durch artgerechte Tierhaltung abgelöst werden. Oberstes Ziel ist es, umweltverträglich zu handeln, und so zum Nutzen für Konsument, Produzent, Tier und Umwelt beizutragen.